Am vergangenen Samstag machten sich die Günzburger Handballerinnen auf den Weg zum Vorletzten nach Ottobrunn. Auf dem Heimweg hatten sie einen Punkt im Gepäck, für die Endabrechnung schlicht weg zu wenig.
Mit 15 Minuten Verspätung – einer der beiden Unparteiischen stand im Stau - wurde das Kellerduell angepfiffen. Furios begannen die VfL Damen. Die sieben Frauen auf dem Platz waren hochkonzentriert, die Abwehr stand sehr gut und im Angriff wurden die schön ausgespielten Chancen in Tore verwandelt. Die Bank sowie die mitgereisten Fans unterstützten das Team. Die Pinken aus Ottobrunn konnten nach zehn Minuten ihr erstes Tor erzielen. Beim Stand von 1:5 bekamen sie zwei Sieben Meter zugesprochen und durch drei weiteren Treffern war die Partie nach 17 Minuten mit 6:6 ausgeglichen. Die Günzburgerinnen hatten zwar stark angefangen, allerdings dann stark nachgelassen. So war der herausgearbeitete Vorsprung schnell verspielt. Ottobrunn konnte in dieser Phase vor allem deshalb aufholen, weil die Absprachen in der Abwehr nicht mehr passten – eigentlich Günzburgs Stärke. Das dadurch entstandene Chaos übertrug sich auch auf den Angriff und der VfL erzielte zwischen der zehnten und 17. Minute kein Tor mehr. Nun ging Ottobrunn zum ersten Mal in Führung. Aber die Legostädterinnen kämpften und zur Halbzeit ging man mit einem 11:11 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel verwandelte Günzburg einen zugesprochenen Siebenmeter, Ottobrunn glich mit einem Konter aus und brachte sich mit einem weiteren Tor in Führung. Die Kreisstädterinnen verwandelten wiederum einen Siebenmeter und wieder gab es ein Remis. Nach 41 Minuten konnten sich die Günzburgerinnen zum ersten Mal in der zweiten Hälfte mit zwei Toren absetzten. Die Pinken kämpften weiter, aber Günzburg erhöhte auf eine drei Tore Führung zum 19:16. Man schrieb die 50 Minute. Nun kam Nervosität ins Günzburger Spiel und man hatte nicht die Cleverness diesen Vorsprung über die Runden zu bringen. So zog Ottobrunn in der 55. Minute wieder gleich (20:20). In der 57. Minute ragte ein 21:21 auf der Anzeigentafel. Es blieb also weiterhin spannend. Die Kreisstädterinnen gingen mit einem Außentor in Führung, doch die Nervosität war zu enorm – die Pinken glichen in der 59. Minute aus. Die VfL Damen kamen zwar nochmals in den Ballbesitz, konnten aber einen zugesprochenen Freiwurf nicht verwandeln. So trennte sich das Kellerduell mit 22:22.
Schuller, Hassel (Tor), I.Deutschenbauer (7/5), Boesveld (5/1), Schaaf (3), Kuffner-Mayr (2), Aust (2), J.Deutschenbauer (1), Märkl (1), Epp (1), Jorga, Reisbach, Apel, Basler